Ein Sommer in Deutschland: Am Bodensee und durch den Schwarzwald

Wir sind am südlichsten Punkt unserer Deutschlandtour angekommen, am Bodensee. Die morgendliche Fahrt von der Donauversinkung in Immendingen runter Richtung See vorbei an den Hegaubergen ist schon der erste Genuss.

Unsere zweite Heimat empfängt uns mit schönstem Sonnenschein. Normalerweise fahren wir nicht in der Hochsaison und dazu noch in den Ferien hierher, aber beim skizzieren dieser Reise auf der Landkarte malte mein Stift ohne mein Zutun einen Punkt mitten auf dem Untersee. ;-)) Und da am Ufer liegt Radolfzell am Bodensee.

Hierher kommen wir schon ganz viele Jahre im Frühjahr oder Herbst um auf der Halbinsel Mettnau durch die Teilnahme einer Sportkur etwas für unsere Gesundheit tun. Das Motto der Mettnaukur „Bewegung ist Leben“ haben wir längst in unser Leben integriert. Wir schauen uns den neu angelegten Wohnmobilstellplatz auf der Mettnauhalbinsel an. Er ist großzügig angelegt, es sind auch noch Plätze frei. Am See ist aber unglaublich viel los. Wir entscheiden uns in das etwas beschaulichere „Hinterland“ zu fahren und zwar nach Rielasingen – Worblingen. Hier gibt es rund um das sehr schön angelegte Naturbad-Aachtal zwei kleine Gemeindestellplätze (www.rielasingen-worblingen.de), die wir von unseren früheren Fahrradtouren vom Sehen schon kannten. Es herrscht eine herrliche Ruhe, wenige Wohnmobile sind da, hier machen auch wir jetzt ein paar Tage Urlaub.

Wir kennen uns aus, das Fahrrad fährt fast alleine die schönsten Strecken, wir wissen wo man gut essen kann und was das Wichtigste ist, wir haben hier mit Rike und Oliver beste Freunde. Wir verbringen viel Zeit miteinander, Oliver betätigt sich, wie immer, wenn wir mit dem Wohnmobil da sind, als unser Chauffeur. Ich darf Wünsche äußern wo ich überall hin möchte. Wir verbinden Kultur, Natur und Genuss miteinander. Das sieht bei uns dann so aus: Zuerst besuchen wir die herrlich gelegene Barockkirche Birnau die einen sensationellen Ausblick auf den Bodensee bietet.

Dann gehts weiter zu „Bauer Senft“ (www.senft-destillerie.de), der hervorragende Brände macht. Nach einer ausgiebigen Schnaps- und Ginprobe in den neuen stylischen Verkostungsräumen, kommt der Chef höchst selbst dazu und fragt ob wir denn auch seinen neuen Orangenlikör schon probiert hätten. Seine Liköre, insbesondere auch der Kaffee- und Zwetschgenlikör, räumen überall Preise ab. Wir denken an unseren armen Fahrer und vertrösten Herbert Senft auf den nächsten Besuch. „Ich nehm euch beim Wort“, ruft er uns noch hinterher. Ich freu mich jetzt schon wieder in den kleinen beschaulichen Ort Rickenbach bei Salem zu kommen. :-))

Beim Weingut Kress (www.weingut-kress.de) in Überlingen kaufen wir unseren geliebten Rosé. Keiner kann den Wein so lachsfarben erstrahlen lassen wie der Chef, Thomas Kress. Mittlerweile sind auch die Kinder der Familie Kreis fester Bestandteil des Weinguts und teilen die Leidenschaft für Wein mit ihren Eltern.

Der Höhepunkt des Tages aber ist das mehrgängige Menü, welches unser Chauffeur und Chefkoch Oliver auf seinem großen Webergrill für uns zaubert. Was kann es schöneres geben. Darauf einen Gin mit dem dazu passenden Tonic Water. Wir entscheiden uns nach mehreren Tastings für „Thomas Henry“. Mein Fahrer kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Muss ich so alt werden um zu lernen zu schmecken welches Tonic Water mit welchem Gin am Besten harmoniert. Ich hab dieses Getue um die richtige Zusammensetzung immer für neumodische Spinnerei einer Juppi-Generation gehalten, die mit solchen Diskussionen die Zeit totschlagen. Ich nehme alles zurück! Tatsächlich schmeckt man die Unterschiede!“.

Dieter und ich unternehmen einige Fahrradtouren und schauen dabei an der Aachquelle vorbei, wo ja das besagte Donauwasser aus der wasserreichsten Quelle Deutschlands wieder hochsteigt. Wer in der Gegend ist, sollte die Tour mal fahren. Es geht immer an dem Flüsschen Aach entlang über Singen in die Hegauberge hoch bis in den gleichnamigen Ort. In der Sommerhitze ist es trotzdem kühl auf dem Weg am Fluss entlang. Man sollte gute Kondition mitbringen, die Tour geht stetig bergauf. Zurück am Stellplatz, hatten wir 50 km auf der Uhr.

Wir besuchen auch noch eine alte Wirkungsstätte und zwar das Naturfreundehaus in Markelfingen. Hier haben Dieter und ich in den neunziger Jahren als Trainer für die ehemalige Deutsche Postgewerkschaft (DPG) Umweltseminare mit der Methode Zukunftswerkstatt abgehalten. Auf „unserem“ Steg lassen wir diese Zeit Revue passieren. Damals waren wir jung, dynamisch, verliebt und hatten stets zehn Bälle in der Luft. Es waren spannende Jahre, manchmal konnte ich aber abends vor lauter Gedanken und Stress nicht einschlafen. Heute sind wir nur noch verliebt und lassen alles etwas ruhiger angehen! :-)) Wir stellen in der Rückschau übereinstimmend fest, dass wir vieles sehr richtig gemacht haben.

Mit einem warmen Gefühl im Bauch gehts zurück zum Wohnmobil in die Idylle von Rielasingen-Worblingen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wo kann man denn morgens mal eben aus dem Wohnmobil hüpfen und schon ist man in einem menschenleeren wunderschönen Bad ohne den üblichen Chlorgeruch. Wenn die ersten Besucher so nach dem Frühstück gegen 10 Uhr auftauchen, haben wir schon zwei Stunden ungestört unsere Bahnen gezogen!

Wir haben noch einiges vor auf unserer Reise durch Deutschland, deshalb heißt es bald Abschied nehmen. Ein letztes Abendessen mit unseren Freunden bei Andreas und Paul, die wir schon viele Jahre seit unseren Seminarzeiten kenne, besser bekannt als das ZAPA, in Bohlingen, rundet unseren Aufenthalt wunderbar ab. Andreas hat super gekocht für uns, von Paul werden wir hervorragend bewirtet auf ihrer wunderschönen Restaurantterrasse.

Auf gehts Richtung Norden in den Schwarzwald. Damit beginnt so quasi für uns der Rückweg. Wir folgen dem Rhein, der in Stein am Rhein den Bodensee verlassen hat, Richtung Waldshut Tiengen. Dabei kommen wir, und um ehrlich zu sein, nicht so ganz zufällig an einem weiteren Lieblingsweingut vorbei! Es ist das Weingut Engelhof, liegt direkt am Hochrhein in Hohentengen und ist das südlichste Weingut Deutschlands (www.weingut-engelhof.com). Mein Fahrer will wegen der „Schwerlastabgabe“ nicht durch die Schweiz, die hier mehrfach nach Deutschland reinzipfelt. Also gibt es eine herrliche „Baggerfahrt“ entlang der Grenze! Die Familie Netzhammer ist im wohlverdienten Urlaub, sie werden kompetent von Alexander Schira vertreten. Er ist Kellermeister mit Leib und Seele. Das spürt man bei allem was er sagt. Er lebt das, was er macht und so schmeckt der Wein. Ein Mensch nach meinem Geschmack. Wir haben seinen reichen Erfahrungsschatz und sein exzellentes Weinverständnis schon öfter erleben dürfen. Er stellt uns einige neue Weine vor, wir verkosten, geben die Bestellung auf und erfahren dabei, dass hier in der Gegend schon bald, also Mitte August, mit der Ernte begonnen wird. Es wird ein guter Jahrgang! Wir freuen uns drauf. Der Dreamliner hält sich bedeckt, als er die weiteren Kisten Wein aufnehmen muss!

So nun aber auf in den Südschwarzwald. Ich hatte mir für die Tage in der Gegend ein paar Ziele herausgesucht: Sankt Blasien, den Schluchsee, Triberg mit seinen Wasserfällen, einige Wanderungen, vielleicht auf den Feldberg und natürlich das Glottertal. Mir war klar, dass der Schwarzwald unendlich viel mehr zu bieten hat, aber das sollte mal ein Anfang sein, auch dieses Mittelgebirge besser kennenzulernen. Am Titisee waren wir vor vielen Jahren schon einmal. Die spektakuläre Wutachschlucht und einige andere Sehenswürdigkeiten und Städte heben wir uns für eine spätere Reise, hoffentlich dann ohne Mund-Nasenschutz, auf.

So tingeln wir im Sonnenschein durch den Südschwarzwald. Genussmenschen wie wir können, wenn sie an der besten Brauerei im Bundesland BW vorbeikommen, nicht einfach weiterfahren. Die Waldhaus-Brauerei liegt auf dem Weg, lädt mit großen Parkplätzen zum Verweilen ein. Der Dreamliner nimmt uns erst das Versprechen ab, dass wir nicht mehr einkaufen, bevor er einparkt und uns aussteigen lässt. Das Bier schmeckt einzigartig, dazu noch einige Schmankerl von der Speisekarte, mir läuft beim Schreiben wieder das Wasser im Mund zusammen. Dieses Bier toppt einfach alles, sogar das Dunkle aus dem Fränkischen!

Wir übernachten im nahegelegenen Sankt Blasien auf dem Parkplatz direkt neben dem mächtigen Dom mit seinem weithin sichtbaren Kuppeldach. Der Ort selber entstand um das Kloster Sankt Blasien. Er ist seit Ende des 19. Jahrhunderts ein heilklimatischer Kurort. Das Flüsschen Alb fließt durch den netten Ort. Hier soll es die beste Schwarzwälder Torte geben; die haben wir aber nicht probieren können. Bei unserer Ankunft hatte der Laden schon zu und am nächsten Morgen war die Menschenschlange vor dem Café Ell zu lang. Stattdessen sitzen wir später auf einer Bank in der untergehenden Sonne und trinken eine Flasche Wein. Dabei bewundern wir das riesige Benediktinerkloster. Die Dom-Kuppel hat eine Spannweite von 36 Metern und gehört zu den größten in Europa. Im dazugehörenden Klosterpark finden wir den heiligen Blasius im Gras liegend. Nein, natürlich nur eine steinerne Nachbildung. Er wurde enthauptet. Er starb als Märtyrer während einer der Christenverfolgungen im römischen Reich.

Von hier aus gehts weiter an den Schluchsee. Neben dem Titisee der bekannteste und größte Stausee im Schwarzwald. Wir fahren auf der Panorama-Straße B 500 friedlich in den Morgen. Das ändert sich schlagartig, als wir in das Einzugsgebiet des großen, langgezogenen Schluchsee kommen. Autos parken links und rechts im Graben schon Kilometer vorher. Ganze Familien mit Kindern, großen Schwimmtieren, aufgeblasenen Paddelbooten und SUPs stehen mitten auf der Bundesstraße, fuchteln mit dem Armen und stürmen zu den begehrten Uferplätzen. Polizisten verteilen Knöllchen an die dreisten Falschparker. Und das um 09.00 Uhr morgens! Mir wird ganz anders bei diesem touristischen Trubel. Wir fahren in den Ort Schluchsee, der Dreamliner windet sich durch die engen von Menschen verstopften Straßen. Wir kommen an dem für Wohnmobile vorgesehenen großen Parkplatz vorbei. Hier stapeln sich die Camper! Nix wie weg hier. Einen gemütlichen Aufenthalt am idyllischen Schluchsee schminke ich mir hiermit ab.

Stattdessen fahren wir in ein ruhiges Seitental im Schwarzwald und bleiben einige Tage auf dem kleinen Stellplatz an der Liftstation in Bernau im Ortsteil Dorf. Wir befinden uns in 880 m Höhe, sehr angenehme Temperaturen herrschen hier.

Zwei Wanderungen bringen uns auf das kleine und große Spieshorn auf 1330 bzw. 1350 m Höhe. Von hier oben hat man einen wunderbaren Rundblick, u. a. auf das auf 1490 m hoch gelegene Feldbergmassiv. Ungefähr 10 km wären es noch bis dahin, aber nicht mehr heute. Stattdessen essen wir auf der Krunkelbachhütte eine hervorragende Gulaschsuppe! Schön, dass es noch Hütten gibt, wo der Schmortopf mit dem Gulasch den ganzen Tag auf der Herdplatte vor sich hinsimmert und der dann in einer großen Suppenterrine serviert wird, wo genug drin ist, damit die Wanderer auch satt werden.

Abends muss man beim Draußensitzen eine Jacke anziehen. Von der großen Hitze um uns herum spüren wir zum Glück nichts. Wunderbar schläft man hier in der gesunden Luft des Schwarzwaldes. Am nächsten Morgen führt uns die Hochschwarzwaldstraße B 500 dann auf den Feldberg. Wenn schon nicht hochlaufen, dann wenigstens hochfahren! Wir frühstücken hier oben, allerdings ohne Aussicht, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. Alles zugebaut und dem Wintersport untergeordnet. Wenn die Schneekanonen im Winter alles weiß werden lassen, übersieht man die Bausünden und klotzigen Hotels.

Dafür entschädigt die Fahrt auf der gut ausgebauten Panoramastraße. Wunderbare grüne Hänge überall, der Titisee winkt auf der linken Seite. So kommen wir nach Triberg einer Touristenhochburg sondergleichen. Gleich mehrere Superlative bietet der kleine Ort: einen Unterschied von 250 Höhenmetern innerhalb der Stadt, den mit 163 Metern höchsten Wasserfall Deutschlands und die weltgrößte begehbare Kuckucksuhr mit einem begehbaren Uhrwerk. Über dieses Meisterwerk hatte ich gelesen, das wollte ich mir anschauen. Dieter war im Vorhinein schon skeptisch, mir zuliebe fährt er dazu noch an einem Sonntag nach Triberg. Natürlich steppt auch hier der Bär. Wenigstens den Wasserfall will ich mir noch ansehen. Zum Glück sind keine Reisebusse unterwegs. So finden wir auf dem Busparkplatz einen Platz und schwupps tun es uns mehrere Wohnmobile nach. OK, das wäre geschafft. Auf dem Weg zu den Wasserfällen merken wir auch den eben beschriebenen Höhenunterschied. Ich bin etwas atemlos, wohl auch wegen den vielen Kuckucksuhren überall in den Souvenirläden.

Die Luft bleibt mir ganz weg, als wir am Eingang zu den Wasserfällen ankommen. Wir sollen in der schönsten Natur auf dem ganzen Weg bergauf zu dem Fällen eine Maske tragen. Dem nicht genug auch noch eine lange Schlange u. Eintritt wird verlangt. Das ist für uns etwas to much. Die Niagara-Fälle in Kanada konnten wir hautnah erleben ohne dafür zahlen zu müssen. Und hier im Schwarzwald, wo man eh für ganz viel Kram bezahlen soll, haben wir das nicht eingesehen und dann auch noch unabsehbar lange warten. Wir gehen zurück zum Wohnmobil und fahren um die Ecke nach Nußdorf. Dort hatte Dieter in dem schmalen Tal einen kleinen Gemeindestellplatz gefunden.

Hier in der Natur am kleinen Bach fühlen wir uns wohl und schauen uns das Champions League Endspiel zwischen PSG und Bayern München an. Die Bayern gewinnen überzeugend und zum ersten Mal in unserem Leben fühlen wir so etwas wie Sympathie für diese Bayern! Unser FC Köln mit seinem großen Fanherz wird das abkönnen. ;-)) Ich denke, dass dieser menschliche Trainer Hansi Flick dem Verein nicht nur sportlich seinen Stempel aufgedrückt hat. „Aus Hansi ist Hans-Dieter Flick geworden“, sagt gerade der Reporter. Wie passend! Am nächsten Morgen gehen wir das Projekt „Triberger-Wasserfälle“ ganz anders an. Wir hatten gehört, dass man auf einem bestimmten Wanderweg die Fälle auch erleben kann. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir gehen auf einen ausgedehnten Morning Walk und genießen nochmals die herrliche Schwarzwaldluft! Irgendwann auf der Höhe hören wir ein fernes Rauschen und wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Viele einheimische Walker kommen uns entgegen. Auch sie kennen andere Wege um an die Fälle zu kommen. Allerdings fließt echt wenig Wasser den Berg hinab. Wir sehen von oben die ersten Touristen mit Masken sich den Berg hinauf mühen. Wir finden einen schmalen Pfad und damit eine Lücke um zumindest ein Foto für die Erinnerung an die Triberger Wasserfälle zu schießen. Dann bummeln wir noch ein wenig durch Nebenstraßen der Stadt und entdecken doch noch einige lauschige Ecken. Der Fastnachtsbrunnen hat es mir besonders angetan. Er titelt: „In Triberg ist der Teufel los“ und das schon seit dem Bauernkriegsjahr 1525, als Triberger Untertanen sich Narrenkleider fertigten, um gegen das „Fastnachtshuhn“ zu protestieren, das sie dem Burgherrn abliefern mussten.

12 km und 101 Stockwerke später lassen wir uns in der Sonne das Müsli-Frühstück schmecken. Jetzt noch schnell zur größten Kuckucksuhr der Welt und dann haben wir erstmal genug von der Schwarzwaldidylle. —–

Nein, noch nicht ganz! Ins Glottertal, dem Professor Brinkmann aus der Schwarzwaldklinik „Guten Tag“ sagen, da muss ich doch noch kurz hin. In den 80-ziger Jahren war die Serie “ Die Schwarzwaldklinik“ ein Renner und sorgte während der Ausstrahlung für leere Straßen. Ich gebe zu, ich war ein großer Fan. Dem Dreamliner und seinem Fahrer steht das Unverständnis ins Gesicht geschrieben. Aber, wir fahren ins Glottertal. Der gleichnamige Ort ist ein hübsches langgezogenes Straßendorf.

Die Klinik liegt am Hang und ist nur zu Fuß zu erreichen. Hinweistafeln erinnern an die Sendung und beschreiben auch die anderen Drehorte. Das wunderbar bepflanzte ehemalige Arzthaus z. B. liegt über 60 km weit entfernt. Und auch der Titisee, der oft eine schöne Kulisse in der Sendung bot, ist ja mal nicht so eben zu erreichen. Das hat viele Besucher, die während der Ausstrahlung der Serie dieses Glottertal überfluteten, doch sehr frustriert.

Aber die Bank, auf der Professor Brinkmann mit seinem jungen Arztkollegen die wichtigen Fragen klärte und immer Lösungen gefunden hat, steht immer noch oberhalb der Klinik! Immer noch kommen vereinzelte Touristen hierher und zücken etwas verschämt das Handy um Fotos zu machen. Ich tue das ganz offensichtlich! Soll doch jeder denken was er will. Auch Dieter hat sich nicht versteckt, sondern ist mit mir hier hoch gelaufen. Obwohl schon seit vielen vielen Jahren aus der Schwarzwaldklinik die Thure von Uexküll Klinik geworden ist!

Mir wird nun auch klar, warum die vielen Szenen mit Almen und Bergen und Wanderungen durch den Schwarzwald woanders gedreht wurden. Das Glottertal liegt am Beginn des Breisgaus, einer bekannten Weingegend und ist somit eher von Weinbergen und weniger von Wald und Almen umgeben.

In den Schwarzwald werden wir aber wiederkommen. Die Natur und Wanderungen in die Berge und Schluchten lohnen sich!

Ein Blick auf den Kalender zeigt uns, dass wir uns langsam etwas sputen müssen. Also lassen wir Freiburg liegen und machen jetzt mal auf der A 5 Kilometer, durch das Breisgau und den Kaiserstuhl, bis an den Anfang der Südpfalz unserem nächsten Ziel.

2 Kommentare bei „Ein Sommer in Deutschland: Am Bodensee und durch den Schwarzwald“

  1. Ihr Lieben, das war wieder eine sehr schöne Reisebeschreibung und rief Erinnerungen wach. Es war ja auch in etwa unsere Route. Wie ich sehe, findet ihr auch schöne, ruhige Stellplätze. Furchtbar, die vollen Campingpläze direkt am Bodensee. Liebe Grüße Iris

  2. Monika Brockmann sagt: Antworten

    Auch dieser Abschnitt eurer Deutschlandtour ist so schön beschrieben/ berichtet , dass es die Vorfreude auf eigene Touren in mir weckt! Herzliche Grüße aus dem Schaumburger Wald -Rusbend am Mittellandkanal von Monika

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