Im Norden Arizonas: Die Antelope-Canyons und der Lake Powell

Bei herrlichem Sonnenschein konnten wir also heute unseren Ausflug in die „Antelope Canyons“ starten. Wir hatten uns für die Besichtigung des „Upper-Antelope-Canyons“ entschieden. Der Weg hindurch ist einfacher zu gehen. Die Anfahrt führte uns an dem großen Kraftwerk des Lake Powell vorbei. Ein skurriler Anblick bei dieser schönen Landschaft drum herum.

 

Nach kurzer Fahrt kamen wir am Eingang des „Upper Antelope Canyon“ an und wurden in Gruppen auf Jeeps verteilt, die uns an den Eingang des Canyons fuhren. Unser Navajo-Führer hieß Frank.

Er zeigte uns wie man mit der richtigen Fotoapparat- oder Handyeinstellung, die besten Bilder in dem Canyon machen kann.

 

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Die Antelope Canyons ( Upper- and Lower ) liegen, wie schon gesagt, in der Nähe des Lake Powell in der Navajo-Reservation. Die meiste Zeit über sind beide Canyonteile trocken zugänglich. Wenn Regenfälle angekündigt sind, besteht für die Canyons aufgrund der Gefahr von Sturzfluten ein Betretungsverbot. 1997 kamen bei einer solchen Sturzflut- die außerhalb des Canyons völlig unspektakulär verläuft- im tiefer gelegenen „Lower -Antelope Canyon“ elf deutsche Touristen ums Leben, erzählte uns unser Führer Frank. Das war zu einer Zeit, als die Begehung der Canyons noch ohne Organisation und Führer erfolgen konnte. Jetzt sind beide Canyons nur mit geführten kostenpflichtigen Touren durch die Navajos begehbar.
Der Upper-Antelope Canyon, durch wir geführt wurden, heißt auf Navajo „der Platz, an dem das Wasser durch die Felsen strömt und gilt als Tipp für Fotografen, weil sich hier durch die Erosion des roten Sandsteins außergewöhnliche Formen gebildet haben. Durch die von oben hereinscheinende Sonne ergeben sich die sogenannten „Beams“, die vor allem um die Mittagszeit oft für fantastische Farb-und Lichtspiele sorgen. „Wer ihn betritt, wird von seiner Schönheit überwältigt sein“ hatte ich vorher gelesen. Wir waren total gespannt und dann nur noch überwältigt von
diesem Farbenspiel. Wir haben hunderte Bilder gemacht. Im Moment kann ich mich nicht entscheiden welche ich wieder löschen soll. Eine kleine Auswahl stelle ich hier ein. Es war phantastisch! Der Canyon ist ebenerdig begehbar, bis zu 44 m tief und hat eine Länge von etwa 400 m.

 

Für ein vergleichbares Bild hatte eine Fotografin 5. Mio Dollar bekommen. Damit konnten dann die Navajo ihre Jeeps und die gesamte Organisation finanzieren, die ihnen jetzt das tägliche Brot sichert.

 

Der Lower Antelope Canyon, den die Navajos gewundene Felsbögen“ nennen, liegt einige Kilometer vom Upper Canyon entfernt. Durch den unbequemeren Ein-bzw. Ausstieg über Stahlstreben und-Leitern und die nicht so zahlreich vorhandenen Beams, ist der Lower Canyon weniger frequentiert. Wir haben diesen Canyonteil nicht besucht.

Begeistert von diesem Naturschauspiel fuhren wir über den „Glen-Canyon Dam“ und über die Bundesstaatsgrenze nach Utah.

Dort wartete ein  wunderschönen Campingplatz direkt am Lake Powell namens „Lone Rock Campground“ auf uns.

Für 14 Doller steht man hier direkt am Wasser, ein kleines Paradies! Es gibt keinen Strom und keine Wasser, aber eine Entsorgungsstation. ein echter Geheimtipp, den wir dank meines Reiseführers „“USA der ganze Westen“ vom Verlag „Reise Know-How“ gefunden haben.
Hier trafen wir auch zwei nette Wohnmobilisten aus Bayern  wieder, die wir auf dem Parkplatz des Upper-Antelope Canyons kennengelernt hatten. Beate und Toni, haben auch ihr Wohnmobil verschifft und cruisen für ein Jahr durch die USA. Sie nennen ihre Tour „Abseits des Mainstreams“, da sie schon viele Male in diesem wunderbaren Land waren und alle „Touristen-Highlights“ schon kennen. Hört sich total spannend an was die Beiden so machen. Mal sehen ob wir auf einer unseren nächsten Touren auf ihren Spuren fahren…. die Beiden haben auch einen Reiseblog und wir haben unsere jeweiligen Homepage-Adressen getauscht. So können wir gegenseitig voneinander lesen und lernen.

Wir haben einen wunderbaren Abend bei Feuer und Whisky am Ufer des Lake Powell verbracht.

Heute geht unsere Reise weiter ins Monument Valley. Vorher wollen wir uns aber in Page in einem BBQ-Lokal (Geheimtipp unserer bayrischen Womofreunde) mit leckeren Spareribs stärken.

3 Kommentare bei „Im Norden Arizonas: Die Antelope-Canyons und der Lake Powell“

  1. Howdy folks,
    meine Frau möchte jetzt auch einen Flair haben – was soll ich tun? Und das alles nur wegen der Kulisse…
    Kaum zurück von 4 Wochen Bourgogne und Auvergne (natürlich im eigenen Womo – von der NiBi-Mutter übrigens) gibt es viel zu lesen hier. Und zu staunen, habt Ihr doch glatt die FiveSeasons getroffen. Die Welt ist wohl doch klein.
    Wünsche Euch eine wunderbare Weiterreise und hoffe auf mehr Sehnsuchtsbilder.
    Viele Grüße aus Berlin!

    1. Hallo Leif, dann Kauf deiner Frau doch einen Flair :-)) das geht ganz schnell….Ja, die Welt ist klein. Wir haben die Five-seasons am Lake Powell kennengelernt. Wir wollen uns im Winter in Deutschland Wiedersehen. Woher kennt ihr die denn und woher kennen wir uns nochmal? Herzliche Grüße Renate

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