Sunshine-Tour im Winter: Am Mittelmeer zwischen Malaga und Almeria

Zurück am Mittelmeer erwarten uns gleich 20° und die Sonne lacht. Das versöhnt uns ein wenig, obwohl wir sehr gerne an den Traumstränden und der eher ländlichen Gegend der Costa de la Luz geblieben wären. Aber die rauhe Atlantikluft kann im Winter ziemlich frisch sein. Zumal dieser Winter als der kälteste seit vielen Jahren gilt, wie wir immer überall hören. Außerdem wollen wir ja auf dem „Heimweg“ noch einige Orte und schöne Stellplätze aufsuchen, die wir auf dem Hinweg ausgelassen haben. Von daher ist es ganz gut sich jetzt wieder ans Mittelmeer zu begeben. Die >Eagles< singen gerade „Take it easy“, ich versuche es!

Wir hatten uns ein paar Stellplätze ausgeguckt, die wir anfahren wollten. Damit geht der Stress los. Als wir oberhalb von Malaga an die Küste, die „Costa del Sol“ kommen, sind die Plätze voll. Ach herrje! Ist jetzt, Mitte Januar, doch die große Reisewelle ausgebrochen, oder kommen alle wegen des Shutdowns aus Portugal zurück. Wir jedenfalls sind ziemlich geplättet, stehen auf einem Parkplatz und rufen die weiteren Adressaten erst mal an. Auch hier ein paar Absagen. Leider auch von Milucar in Torrox Costa. Dort waren wir auf dem Hinweg schon, konnten aber wegen einem Corona bedingten Reiseverbot nicht in die umliegenden weißen Dörfer wie Nerja oder Frigliana fahren. Das wollten wir jetzt machen. Schade! Bruno Mars hilft mir mit „Just the way you are“ über die Enttäuschung hinweg. Die beiden weißen Dörfer und auch der bekannte Wanderweg > Caminito del Rey< kommen auf die ToDo Liste.

Schließlich werden wir doch fündig. In der Nähe von Motril, an der Costa Tropical werden wir gerne erwartet! Inzwischen sind wir fast 400 km gefahren. Gewöhnen müssen wir uns wieder an die doch ziemlich zugebaute Küste mit den bekannten Ferienorten Torremolinos und Marbella und an die beginnende Plastikwelt der vielen Gewächshäuser. Schön anzusehen sind die mächtigen Berge der Sierra Nevada mit ihrer Schneehaube, die mit ihren Ausläufern an manchen Stellen fast bis ans Meer reichen.

So fahren wir über die Autobahn unserem Ziel entgegen. Der Wohnmobilstellplatz >Area Tropic Autocaravanas SL< (www.tropicautocaravanas.com) liegt gleich nach einer steilen Bergabfahrt im Schatten eben dieses Berges und war ein ehemaliger Campingplatz. Dementsprechend groß sind die Stellplätze. Der schwarze Kiesstrand liegt in unmittelbarer Nähe und ist durch ein Tor vom Stellplatz aus zu erreichen. Soweit so gut. Ein kleiner Kulturschock für mein „ideales“ Strandempfinden ist es trotzdem. (Die beiden Fotos machen deutlich was ich meine.)

Wir freuen uns aber, dass wir hier bleiben können und machen über den naheliegenden Strand gleich einen Spaziergang in den Ort. Hier sind fast nur einheimische Touristen unterwegs.

Der Ort ist ursprünglich und relativ alt. Es gibt einige Lokale und Möglichkeiten zum Einkaufen. Der große Berg lockt Dieter gleich an, er muss da mal eben hoch. Die Bergziegen sind seine einzigen Begleiter.

Ich setzte mich mit der Couch derweil auf den Strand, die Sonne auf dem Stellplatz ist nämlich schon hinter dem Berg verschwunden. Ein Nachteil im Winter. Dennoch gibt es einige Überwinterer hier, in der Mehrzahl Franzosen. Eine Vielzahl von Bäumen sind vorhanden, was dem Platz ein grünes Aussehen gibt. Gott sei Dank hat der neue Stellplatzbetreiber viele Äste gekappt, so dass Wohnmobile wegen ihrer Höhe kein Problem haben und auch die Sonne zumindestens bis zum frühen Nachmittag den Platz erhellt.

Wir bleiben hier übers Wochenende und planen unsere Weiterfahrt. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage fragen wir in Roquetas de Mar an. Der >Camperpark Roquetas< ist ein neuer Wohnmobilstellplatz, er hat freie Plätze, die Stadt wartet mit einem kilometerlangen Sandstrand auf uns. Also nichts wie hin.

Unterwegs schauen wir uns noch den Stellplatz im Hafen von Almerimar (www.almerimarpuerto.com) an. Hier gefällt es uns sehr gut. Um den großen Yachthafen, erstreckt sich eine gepflegte und begrünte Innenstadt. Hier bleiben, was Geschäfte und Lokale angehen keine Wünsche offen. Die Plastiklandschaft liegt hier eher im Hinterland. Neben den teilweise großen Schiffen machen sich die Wohnmobile gut. Wir frühstücken hier und erkunden den Hafen.

Wir hätten auch hier einen Platz gefunden, wollten aber erst nach Roquetas weiterfahren. Unser Wäschesack freut sich auf eine Waschmaschine. Roquetas de Mar ein spannender und vielseitiger Ort!

Dazu dann mehr im nächsten Bericht!

4 Kommentare bei „Sunshine-Tour im Winter: Am Mittelmeer zwischen Malaga und Almeria“

  1. Hallo Ihr Lieben,
    dort haben wir auch schon gestanden. Traumhaft. Gibt es noch den netten Hafenmeister?
    Weiterhin schöne Tour und bleibt gesund.
    Liebe Grüße aus BM
    Bea und Werner

    1. Hallo Ihr Beiden,
      schön von euch zu hören. Ja Almerimar hat was. Die Atmosphäre im Hafen im Besonderen. Der Hafenmeister war tatsächlich sehr nett. Aber ob das Eurer war…….
      Herzliche Grüße von uns!

  2. Martina und Roland sagt: Antworten

    Guten Morgen,
    die Bilder wecken Erinnerungen, waren wir doch erst vor 4 Wochen in
    Almerimar und hier in Deutschland ist alles so Trist und Grau. In Almerimar hab ich
    mir auch einen Friseurbesuch gegönnt
    Wir wünschen euch weiterhin sonnige Tage und immer einen schönen Tanz
    dazu
    Martina und Roland

    1. Hallo Ihr Beiden,
      wir werden Euch überall würdig vertreten.:-))
      Und der Tanz ist obligatorisch! LG von uns!

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