Im Jasper Nationalpark

 Auf unserem Weg in den Jasper Nationalpark übernachteten wir in der Stadt Hinton. Wir versorgten uns hier mit den notwendigen Lebensmitteln, denn die nächsten zwei Wochen sind wir in der Natur. Interessant war, dass ein Supermarkt ganz offen damit warb, dass Wohnmobile (RV) bei ihnen zum Übernachten Willkommen sind. Oft finden wir nur die Schilder „No Overnight Camping!“. Und dann gab es dort noch freies WLAN!

Der Yellowhead Highway brachte uns bei klarer Sicht und Sonnenschein unserem Ziel Jasper immer näher. Eine wunderbare Landschaft lud immer wieder zu Fotostopps ein.

Bei dieser Wetterlage beschlossen wir einen kleinen Umweg (150km ) zu machen um den Mount Robson, den höchsten Berg (ca. 4000 m) in der Gegend zu besuchen. Dieser gewaltige Berg lag nicht auf unserer weiteren Route. Leider hat er diesen Umweg nicht gewürdigt, dieser blöde Berg hüllte sich in Wolken. Wir machten in dem Café am Platz noch eine Pause um ihm Zeit zu geben, sich von den Wolken zu befreien. Nichts passierte.

So konnten wir uns nur auf einem Plakat den Berg in seiner ganzen Schönheit anschauen.  Unsere Freunde Sabine und Thomas hatten im Mai mehr Glück und Ausdauer. Sie warteten quasi die ganze Nacht. Morgens gelang dann dieser geniale Shot!

Wir bezogen auf dem Whistlers Campground für die nächsten 3 Tage unser Quartier und sehen uns von hier aus die Gegend an. Am ersten Tag bekamen wir gleich Besuch an unserem Stellplatz. Die „Jungs“ ließen sich auch von deutschen Wohnmobilen nicht stören. :-))

Der ganz in der Nähe liegende Ort Jasper mit seinen 4100 Einwohnern ist ein typischer Wintersportort und erinnerte mich mit seinen vielen Souvenirläden an Cochem an der Mosel. 🙂

Wir fanden dennoch etwas, was uns an den Ort erinnern wird, die Jasper Brewing Company. Sie ist die einzige Brauerei in einem kanadischen Nationalpark, es gibt sie seit 2005 . Das Bier war ok, die Sparerips dagegen sensationell. Auch das Motto der Brauerei war cool.

Heute besuchten wir, leider bei bedecktem Wetter, den einige Kilometer entfernten, aber landschaftlich schönen, tief eingeschnittenen Maligne Canyon. Der Zwischenstopp dort ist ein „Muss“ schreibt mein Reiseführer. Natürlich haben wir dort eine Pause gemacht und uns den Canyon angesehen. Es war toll, dem tosenden Wasserverlauf zu folgen. Auf den Schildern stand, man solle bis zur 5. Brücke gehen, dann hätte man einen super Blick. Dieter und ich nicht faul, folgen dem schweißtreibenden Pfad einige Kilometer…..tolle Eindrücke, aber unten stellten wir fest, es gibt einen Parkplatz um laufmüde Wanderer abzuholen! 🙁

Wir sind trotzdem wieder bergrauf zurück…

Der gleichnamige See, Maligne-Lake, gilt als schönstes Ausflugsziel im Jasper Nationalpark.  Er liegt auf einer Höhe von 1670 m und seine Wassertemperatur steigt nie über 4 Grad. Die Entdeckung des Sees wird Mary Schaffer im Jahr 1908 zugeschrieben. Wir sind den „Mary-Schaffer Trail“ ein Stück am Ufer entlang gewandert. Wir wollten das Wahrzeichen der kanadischen Rocky Mountains „Spirit Islands“ fotografieren. Doch wegen der partiellen Sonnenfinsternis in Nordamerika/Kanada und dem bedeckten Himmel war die Sicht sehr eingeschränkt und wir haben das Vorhaben abgebrochen. So sieht die Insel jedenfalls in einem Reiseprospekt aus.

Aber schön war er trotzdem unser Ausflug und die eigenen Bilder zeigen das auch.

Auch kamen wir auf der Strecke noch an dem sehr schön gelegenen Medicine Lake vorbei. Er ist 7 Kilometer lang und liegt in der Maligne-Valley Wasserscheide. Der See ist fließt in eines der größten unteririschen Flusssysteme der Erde. Der Wasserstand des hauptsächlich von Gletschern gespeisten Sees schwankt im Jahreszeitenzyklus sehr stark.

Der Jasper Nationalpark ist bekannt für seine wunderschön gelegenen Seen und hohen Berge. Er wurde 1907 gegründet und ist mit seinem ca 11.000 Quadratkilometern der größte Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains. Er ist von der UNESCO zum Welterbe erklärt worden. Der Park ist nach Jasper Hawes benannt, der für die North West Company einen Stützpunkt unterhielt.

Nach diesem wunderbaren Naturtag und zum Abschied aus dem Jasper Nationalpark wird uns das Bier in der Jasper Brewery  besonders gut schmecken!

Morgen fahren wir weiter auf dem Icefield Parkway in den Banff Nationalpark.

One Reply to “Im Jasper Nationalpark”

  1. Ihr Lieben.
    Danke für den schönen Bericht und dir Fotos. Die Gegend um Jasper ist wirklich beeindruckend. Übrigens ist der Mount Robson bekannt dafür dass er im Nebel steht. Genau wie die Golden Gate Bridge in SF. Und die durftet ihr sehen, vielleicht kann man auf so einer Reise entweder den Berg ODER die Brücke sehen
    Unsere USA Reise beginnt in ca 2 Wochen und wir freuen uns schon sehr darauf.
    Viele Grüße, vor allem an die „Deers“ die in der Gegend um Jasper und Banff allgegenwärtig sind.
    Inge

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