Der Acadia Nationalpark auf Mount Desert Island

Eine herrliche Neuenglandmischung finden Besucher in Neuenglands einzigem Nationalpark…..so beschrieb ein Artikel den Park. Wir konnten die Aussage bestätigen, denn Acadia Nationalpark bedeutet Hügel, Wälder, Seen, Strände und viel Meer. Seine 192 Quadratkilometer liegen zum größten Teil auf Mount Desert Island, zum kleineren auf der Isle au Haut und weiteren kleinen Inseln. Wir sind die Loop Road, einen 32 km langen Rundkurs gefahren, hier bekommt man den besten Gesamteindruck von dieser wunderbaren Natur. Der Cadillac Mountain ist vulkanischen Ursprungs und mit 470 m der höchste Küstenberg an der Atlantikküste der USA. Von hier hat man einen tollen Überblick über die Region.

 

 

 

 

Wir sind gestern auf dem „Bar Harbour Campground“ angekommen und haben einen Stellplatz mit schönem Blick auf den Atlantik gefunden. Das Schwimmbad liegt unmittelbar gegenüber, so dass der erste Weg nachdem das Womo geparkt war, dorthin führte.

 

 

 

 

Danach kamen die Nachbarn vorbei und nahmen das „German Rig“ unter die Lupe. Sie sparten nicht mit Lob über die hochwertige deutsche Ingenieurskunst. Sie wollten wieder mal alles wissen über die Technik des Wohnmobils und die Materialien die verwendet wurden. Im Gegenzug gaben sie uns viele Tipps was wir hier alles unternehmen können. Wir fragten wo es denn die besten Lobster zu essen gäbe. Sie antworteten:  „Hier auf dem Platz, es gibt einen Lieferservice“. Man braucht nur anzurufen, die Bestellung durchzugeben und man bekommt für kleines Geld Hummer, Muscheln und Maiskolben an den Stellplatz geliefert. Dieter und ich schauten uns an, das war ja ein Ding.

Bei uns in Deutschland gibt es ja schon mal einen Pizzaservice, aber dass der Hummer frei Haus geliefert wird, erlebt man nur in Maine….

Pünktlich um 18.00 Uhr stand der Lieferservice vor der Tür, drückte uns eine dampfende Verpackung in die Hand sagte, Enjoy the Lobster, und verschwand. Erst als wir im Wohnmobil die „Schätze“ auspackten und essen wollten, stellten wir fest dass wir kein „Werkzeug“ hatten, um den Hummer aufzuknacken. Dieter hat nur einen Moment überlegt und dann das Bordwerkzeug ausgepackt und mit Seitenschneider, Wasserpumpenzange und Kombizange den Hummer zerlegt. Es hat gut funktioniert und hervorragend geschmeckt.

 

 

Anschließend haben wir mit allen Nachbarn ums Feuer gesessen und später noch mit dem netten deutschen Ehepaar, Elke und Peter unsere Whiskyvorräte geleert…Es war ein langer Abend. Nichts desto trotz haben wir morgens unseren Motorroller ausgepackt und einen herrlichen Tag im Acadia Nationalpark verbracht.

 

 

 

 

Dabei waren wir auch im Hafenstädtchen Bar Harbour. Es ist der Hauptort auf Mount Desert Island. Dort siedelten früher Millionäre wie die Rockefellers- inzwischen können sich auch normalverdienende Urlauber einen Aufenthalt hier leisten. Die maritime Szenerie wird von den vielen Kreuzfahrtschiffen komplettiert, die hier in der warmen Jahreshälfte anlegen. Im Gegensatz zu dem ursprünglichen Bass Harbour ist in Bar Harbour der touristische „Bär“ los.

 

 

Auf unserer Runde durch den Park, konnte man an vielen Stellen feststellen, dass die Laubfärbung auch hier begonnen hat.

 

 

Die wissenschaftliche Erklärung dazu ist, dass zwischen Mitte September und Anfang November der Chlorophyllgehalt in den bis dahin tiefgrünen Blättern der Laubbäume sinkt. Farbstoffe wie Anthocyanidine und Karotinoide schießen in die Zuckerahorn- und Eichenarten ein, die in der alten Welt längst ausgestorben sind…..

Doch weitaus lebendiger ist die Legende der Indianer dazu: Sie erklärt die Verfärbung mit dem Blut des Großen Bären, den sie vor Anfang des Winters zur Strecke gebracht hatten.:-))

 

So viel Schönheit macht hungrig und durstig. So sind wir noch in die Atlantik Brewing Company eingekehrt. Zu dem leckeren Bier gab ein wunderbares BBQ.

 

Morgen werden wir dann endgültig die USA verlassen und uns in den letzten 10 Tagen die kanadischen Provinzen New Brunswick und Nova Scotia ansehen. Unser Reiseführer verspricht dort noch viele Sehenswürdigkeiten. Wir freuen uns darauf.

 

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