Durch die Adirondack Mountains nach Osten

Der Bundesstaat New York hatte uns schon positiv überrascht. Was wir in den letzten Tagen in den Adirondack Mountains erlebt haben, war Genuss pur. Wir folgen bis Halifax einem Vorschlag von unseren NBEC Wohnmobilfreunden Maria und Jochen und freuen uns auf die weiteren Highlights. Natürlich lese ich auch fleißig in unserem Reiseführer und nötige den Cheffahrer öfter zu einigen Umwegen, die sich aber bis jetzt gelohnt haben. 🙂

Die Adirondack`s sind ein dichtbewaldetes Mittelgebirge und gelten als das größte Naturreservat der USA außerhalb Alaskas. Sie sind nur gute 5 Stunden von Manhattan entfernt; die New Yorker nutzen diese einmalige Natur um ihre Wochenendausflüge dorthin zu machen. Wir haben auf den Campgrounds in den State Parks einige kennengelernt. Was außerdem für den Erholungswert in den AM unschlagbar ist, sind die ca. 2000 Seen in dem Gebiet.

Fast an jeder Ecke ein See klein, mittel groß, egal; nur ans Ufer kommen ist etwas schwierig. Im Land der grenzenlosen Freiheit ist es jedem erlaubt, dort Land zu kaufen und sein Haus hinzustellen. Viele Wege sind dementsprechend mit „Private“ gekennzeichnet. Wir kamen uns an manchen Stellen vor wie am Starnberger See. Dort ist es ähnlich. Im übrigen Deutschland ist das Wegerecht ja anders geregelt. Aber mit etwas Geduld haben wir die öffentlichen Zugänge auch gefunden.

Interessant und anders als bei uns, ist auch, dass es viele Campingplätze gibt, die neben dem Eingangsbereich einen großen Parkplatz haben, dort stellen die Leute ihre Autos ab, packen ihre Sachen in die mitgebrachten Kanus und paddeln über den See zu ihren Plätzen. Da war total idyllisch mit anzusehen, für uns gab es aber keinen Platz am See. Der nette Ranger händigte uns eine Karte aus, damit fanden wir dann wenig später am Lake Eaton einen wunderbaren Übernachtungsplatz und wieder New Yorker als Nachbarn…

Wir fuhren durch das „Herz der Adirondack`s, dem Ort Blue Mountain Lake, mit gleichnamigen See. Dort werden u.a. die allgegenwärtigen Adirondack-Chairs, Amerikas Urgartenstuhl,  hergestellt. Wir haben auf unserer Reise schon in vielen gesessen und werden uns in Deutschland welche bestellen. Um sie mitzunehmen, sind sie zu groß.

Die höchsten Erhebungen in dem Adirondack Gebirge sind um die 1600 m hoch, befinden sich im gut erschlossenen Nordosten und sind bekannte Wintersportgebiete. So kamen wir denn auch nach Lake Placid. Seit dort 2x Olympische Winterspiele stattgefunden haben (1932 und 1980) kennt den Ort wohl jeder. Das Städtchen wirkt wie ein Kurort und hat eine dichte touristische Infrastruktur. Die kleine Brauerei hatte ich beim Reinfahren zwischen all den Souvenirläden trotzdem sofort entdeckt….Es war schön, dort zu sein und die alte olympischen Stätten zu sehen.

Was die Tage aber auch noch so wunderbar macht, ist die Fall Foliage, die Laubfärbung. Sie hat in den Adirondacks schon eingesetzt.  Auf der Strecke durch die Mountains waren wir schon ganz begeistert über die Färbungen der Bäume und freuen uns auf mehr.

Wir sind mit der Fähre über den Champlain See nach Burlington gefahren, ein Genuss!

Mitten auf dem See verläuft die „Grenze“ und wir sind jetzt im  Bundesstaat Vermont. Durch diese Abkürzung haben wir Zeit gewonnen uns Burlington, die größte Stadt (ca 42.000 Einwohner), in Vermont anzusehen und doch noch einen  Abstecher nach Montreal zu machen. Die kanadische Stadt hat uns auf meiner Geburtstagsreise so gut gefallen und da ich „noch nen Deckel dort habe“ muss ich da noch ens hin. Meine rheinischen Freunde verstehen was damit gemeint ist  😉

One Reply to “Durch die Adirondack Mountains nach Osten”

  1. Das sind ja wieder (und wie immer) herrliche Bilder. Genießt die Farben des Herbstes und speichert sie in euren . LG Evy

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