Welcome to the Kootenay Rockies

Wir haben Lake Louise verlassen, aber nicht ohne einen Blick auf das bekannte Skigebiet zu werfen. Mit der Gondel sind wir hochgefahren und haben dort noch eine kleine Bergwanderung unternommen.

Zur Zeit durchqueren wir den Kootenay Nationalpark der bekannt ist „für seine majestätischen Berge und seine klaren Seen“. So titelt jedenfalls jedes Prospekt in der Gegend. Diese Aussage stimmt auch noch, wir sind wieder mal verzückt von dieser traumhaften Landschaft.

Der Nationalpark wird nicht so häufig besucht, wie die anderen Parks in den Rocky Mountains, was wir nicht so ganz nachvollziehen können. Er scheint im asiatischen Raum auch nicht so beworben zu werden. Uns freut, dass wir beim Fotografieren auch mal ohne „Ellenbogen“ in der ersten Reihe stehen können und dass nicht alles so überlaufen ist.
Der Park hat verschiedene Orte mit heißen Quellen, unter anderem die „Radium Hot Springs“. Bei diesen Quellen, die wegen der geringen Spuren an radioaktiven Radium ihre Bezeichnung erhielten, wurde schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine Badeanlage gebaut. Die heißen Quellen werden von Regenwasser gespeist, das bis in 3000 m tiefe  Erdschichten vordringt, dort verdampft und sich auf dem Weg nach oben wieder verflüssigt. Es gibt zwei Outdoor Pools mit unterschiedlichen Wassertemperaturen. 39 und 29 Grad heißes Wasser lädt zum relaxen ein. Was für ein Genuss…

Übernachtet haben wir anschließend im nahegelegenen Redstreak Camground.

Heute lockten die auf der weiteren Strecke liegenden Fairmont Hot Springs. Sie liegen wunderbar am Hang, umrahmt von den Rocky Mountains. Schon der übervolle Parkplatz und ein Blick in die vier Außenbecken, die uns stark an unser Freibad zuhause erinnerten, brachten uns von dem Vorhaben ab, dort schwimmen zu gehen. Wir hatten nicht bedacht, dass heute Sonntag ist.

Dieter sagte außerdem: “ Warum wollen wir uns eigentlich bei 30 Grad und herrlichem Sonnenschein in heißen Quellen tummeln… suchen wir uns doch lieber einen kühlen See.“ Gesagt, getan, schon bald tauchte vor uns das Schild Premier Lake, Provincial Park auf. Der Anblick des türkisfarbenen Sees, den wir fast für uns alleine hatten, entschädigte uns allemal für die etwas abenteuerliche Anfahrt über eine Schotterstrecke.

Die „Queen“ ( Frohmi & Bo, haben wir uns mal kurz bei euch ausgeliehen, passt so schön…) hat es gut überstanden und bekam anschließend ein Vollbad in einem Truck-Wash. 🙂

Bei der Weiterfahrt verliert man das Panorama der Rocky Mountains bis nach Fort Steele nicht aus den Augen.

Uns begleitete der Kootenay River, in den ich auch mal kurz hüpfen musste, die ganze Zeit. Später kam der Columbia River dazu.

Fort Steele ist heute eine Museumsdorf. Früher, als die weiße Besiedelung der Region mit dem Kootenay Goldrausch im Jahr 1887 begann, war das Fort ein wichtiger Außenposten. Ende des 19 Jh. war aus Fort Steele eine Stadt geworden. Mit dem Bau der Eisenbahn, bei der der Ort nicht berücksichtigt wurde, begann sein Niedergang und Fort Steele wurde zur Geisterstadt. Wir machten einen kleinen Rundgang, bei der Hitze zog es uns aber schnell in den nächsten See.

Über dem Ganzen lag so eine „Heile-Welt“ Stimmung, das hat mich an die heißen Sommer in meiner Moselheimat erinnert.

Der nächste See ließ nicht lange auf sich warten.

Während ich meinen Bericht schreibe, schwimmt Dieter in dem angrenzenden See mit den Enten um die Wette. 🙂 Wir beschließen kurzerhand hier zu übernachten.

Morgen wollen wir im Waterton Lakes Nationalpark ankommen.

Noch einen Hinweis in eigener Sache. Niesmann & Bischoff hat unseren Reiseblog als Grundlage für eine Story auf ihrer neugestalten Homepage genommen. Für Interessierte hier der Link:

https://www.niesmann-bischoff.com/de/story/testgeschichte/

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