Amerika, das Land der „tausend“ Biersorten, Teil 13

Ich hatte mich schon während der ganzen Reise heimlich auf die Brauereien in Alaska gefreut. Was es da wohl Neues und Ungewöhnliches zu entdecken geben möge…. Ich muss sagen, dass ich insofern enttäuscht wurde, als dass uns alles an den von uns besuchten Brauereien irgendwie bekannt vorkam.  Aber nicht aus Amerika sondern aus Deutschland!

Überall große Lokalitäten, lange Theken, laut, brechend voll, gute Stimmung und leckeres Essen!!

Die erste Brauerei, die wir besucht haben, war in Fairbanks. Die Brewery befand sich an einem ungewöhnlichen Ort am „Old Steese Highway“. Weit außerhalb der Stadt, mit nichts drumherum und doch so gut besucht. Sie ist die nördlichste Brauerei Amerikas.

Der Barkeeper erzählte uns dass sie im Februar 1998 in dieser kleinen Minenkolonie in Fox, etwas 10 km außerhalb von Fairbanks angefangen haben und auch hier geblieben sind. In den Jahren wurde das alte Gebäude grundsaniert und stetig erweitert. Der gute „Ruf“ des Bieres lockt viele Besucher weit über die Grenzen von Fairbanks an. Sie haben auch ein Motto auf dass sie stolz sind. „Fairbanks, wo die Menschen ungewöhnlich sind und das Bier ungewöhnlich gut ist“. 

Von Beidem konnten wir uns dort überzeugen. 🙂

Interessant und für uns völlig überraschend war, dass sie viele deutsche Biersorten auf der Getränkekarte hatten, darunter auch „Sünner-Kölsch“ ! Aber auch wenn die Schreibweise richtig gewesen wäre, hätte ich es an dem Ort nicht getrunken. Jim, der Barkeeper hat sich natürlich gefreut als wir Alaskian-Beer bestellt haben.

 

In Anchorage und Umgebung gibt es viele Brauereien. Wir hatten uns die beiden, die in der Innenstadt fußläufig zu erreichen waren, ausgesucht.  Das Glacier-Brewhouse, in der 737 W 5th Ave, hatten wir auch unter dem Gesichtspunkt ausgewählt weil es dort neben dem gutem Bier auch gutes  Seafood geben sollte. Auch hier wurden wir nicht enttäuscht. Brechend voll, gute Stimmung, gutes Bier, leckeres Essen und nette Gesellschaft, was will man mehr. Nur viel sprechen und meine Fragen beantworten konnte hier niemand. Das habe ich angesichts der Lage auch verstanden. Ihr Motto ist: „Where Alaskans Meet Alaskans“. Beim Bezahlen habe ich doch noch erfahren, dass dieses Brauhaus auch schon seit 1995 besteht.

Die 49th State Brewing Co ist eine Brauerei über mehrere Etagen. Wir haben hier ein Absackerbier getrunken, waren aber auch von der Einrichtung und Dachterasse sehr angetan. Beim nächsten Besuch in der Stadt steht das Brauhaus und einige andere auf unserer ToDo Liste. 🙂

Der Hit schlechthin aber war für uns das Moose`s Tooth Pub & Pizzeria . Die eigene Brauerei heißt sinnigerweise Broken-Tooth und liegt nur 3 Meilen entfernt. Zweimal waren wir dort und mussten uns beherrschen das wir heute nicht auch nochmal hingefahren sind. Sie öffnen um 11.00 Uhr, um 11.30 ist der Laden voll. Beim ersten Mal waren wir rechtzeitig da. Gestern Abend hatten wir doppeltes Glück. Wir konnten sofort an der Bar Platz nehmen, obwohl viele Menschen „in the line“ standen, aber einen Tisch wollten. Und wir konnten auf dem Parkplatz des Ladens übernachten. Der Chef hatte trotz übervollem Lokal ein paar Minuten Zeit für uns und sagte: „So netten German´s kann man doch nichts abschlagen“.

Wer nach Anchorage kommt, sollte am „Old Seward Highway 3300“ einkehren. Eine solche Symbiose zwischen Pizza & Beer bei diesem Preis-Leistungsverhältnis, gibt es sehr selten!

 

Ja, und dann waren wir ja auch noch im Süden in Seward. Dort liegt, fast am Ende des Ortes, die Seward Brewing Company. Ein großes Brauhaus mit außergewöhnlichem Bier und interessanten Zapfhähnen. Gegessen haben wir dort sehr guten Salmon. Die Preise richten sich nach den Kreuzfahrtschiffen im Hafen. 😉

Als vorläufiges Fazit stellen wir fest, dass uns die Biere in Alaska besser schmecken. Die experimentellen und mancherorts wilden Micro-Brewerys in den USA haben uns mit ihren Geschmacksrichtungen immer überrascht, aber nicht wirklich beeindruckt. Die Biere in Alaska schmecken irgendwie nach Alaska, klar, tief und abgerundet!

One Reply to “Amerika, das Land der „tausend“ Biersorten, Teil 13”

  1. Susanne Schüßler sagt: Antworten

    Liebe Renate,
    Dein heutiger Bericht zum Bierland USA passt ja super.
    Heute am 4.8. ist internationaler Tag des Bieres.
    Ein kräftiges Prost von der anderen Seite des Atlantiks und liebe Grüße
    Susanne und Wolfgang

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