Auf dem Weg nach Alaska

In Tofino haben wir ein paar entspannte Strandtage genossen. Von dort aus fahren wir seit gestern auf Vancouver Island in Richtung Norden nach Port Hardy. Dort gehen wir auf die Fähre und fahren die bekannte „Inside Passage“ (Dauer 15 Stunden) bis nach Prince Rupert. Dieser Ort liegt noch in Kanada. Wir hoffen unterwegs auf gutes Wetter und viele Wale. 🙂

Dann geht es weiter auf dem Highway 37 nach Kitwanga und später auf dem Alaska Highway nach Whitehorse. Immer noch in Kanada.

Vorher aber bei Stewart machen wir schon mal einen Abstecher nach Alaska. Am Fish Creek in Hyder gehen die Bären auf Lachsfang. Die Lachse kommen ja im Sommer nach Alaska zu Laichen. Das Spektakel wollen wir uns natürlich ansehen.
Von Whitehorse führt unser Weg auf dem Klondike Highway nach Dawson City. In Dawson fließt der “ Goldriver “ Klondike in den Yukon. Kurz hinter Dawson entern wir dann Alaska und fahren auf dem „Top of the World Highway“ über die Grenze. Weiter geht es nach Tok und auf dem „Alaska Highway“ nach Fairbanks. Von dort geht es nach Süden in den Denali National Park. Hier werden wir ein paar Tage bleiben. Weiter nach Süden führt unsere Reise nach Anchorage. Von dort fahren wir immer noch nach Süden in die Orte Homer und Seward. Über Anchorage und Tok geht es auf dem Alaska Highway zurück über die Grenze nach Kanada.

Damit man auch ein optisches Bild hat, füge ich das Ganze noch als  Google Maps Karte dazu.

Was wir in Alaska alles erleben werde ich natürlich später berichten. Wann das genau sein wird, weiß ich nicht. Uns konnte niemand so richtig über die „Internet Entwicklung“ in Alaska Auskunft geben.

Was wir aber so erfahren und in Internetforen nachgelesen haben ist, dass die Straßen in Alaska nicht die Besten sein sollen.
„Sie sind halt alt“ sagt mir heute an der Waschstraße Jason, ein netter Kerl aus Dawson.

Er kam gerade mit seiner Freundin und seinem Wohnmobil aus Alaska zurück und versuchte die “ Millionen“ Mücken von seiner Frontseite abzuwaschen. Ein schwieriges Unterfangen.
Er berichtete weiter, dass tatsächlich viele „little Rocks“, kleine Steine, auf den Highways liegen, die von den dort fahrenden Trucks hochgeschleudert werden. Man hört von kaputten Windschutzscheiben und kleine Beulen im Lack. Er sagt, wir sollen langsam fahren und auch nur tagsüber (tun wir ja sowieso immer). Nachts sind zu viele LKW’s unterwegs. Grundsätzlich kann man aber überall fahren. Er hat dort alle Arten von Womos fahren sehen. Er berichtete auch von einigen Waldbränden. Sie liegen aber nicht auf unserer Strecke. Das war von Werner auch schon vorher  recherchiert worden.
Wir haben am Vormittag in Courteney, wo wir übernachtet haben, auch schon zu dem Thema „Steinschlag“ vorgesorgt und uns Materialien gekauft um die Windschutzscheibe und die Vorderseite der Womos zu schützen. Hoffen wir mal, dass alles gut geht.

Auf unserem ca. 300 km langen Weg  auf dem Highway 19 nach Port Hardy kamen wir auch durch die nette Stadt “ Campell River“. Dort sind wir runter bis zum Pazifik und dort entlang durch die Stadt gefahren.

Es war Ebbe und man konnte das viele Treibholz sehen, welches der Ozean anspült. Riesige Stämme waren darunter. Die Stadt hat auf dem „Seawalk“ am Ufer entlang, Holzschnitzereien, die  aus diesem Treibholz hergestellt wurden, aufstellen lassen.

Danach zweigte der Highway von der Küste ab und wir fahren durch unendliche Waldgebiete.

Richtung Norden wird der Verkehr immer weniger.  Dafür sehen wir den Holzstämmen zu, wie sie auf dem Wasser treiben.

Kurz vor Port Hardy sind wir noch kurz nach Telegraph Cove abgebogen. Das ist ein Küstenort mit einer Handvoll Einwohnern aber im Sommer, ca. 2 Monate, 100 x soviel Touristen.  Hier starten Boote zur Walbeobachtungen. Interessant an dem Ort ist, dass die Häuser auf Stelzen stehen.

Da wo wir jetzt sind, sagen sich Fuchs und ausnahmsweise mal Reh, Gute Nacht! Morgen früh geht es um 5.30 Uhr zur Fähre.

3 Replies to “Auf dem Weg nach Alaska”

  1. *neugier* was sind das für Materialien gegen Steinschlag? Gefühlt nehmen wir nämlich jeden Flug-Stein mit

    1. Liebe Frohmut,
      ist rein für die Psyche und Improvisation.-:)) Aus Yogamatten für die Lackflächen und Fensterfolien aus dem Schiffsbau versuchen wir den Steinschlag „abzufedern“. Ob das funktioniert wissen wir noch nicht. Die Insider sagen hier–langsam fahren und Abstand halten….LG Renate

  2. Puuuh, na dann mal toi toi toi!!!

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